Verbraucher*innenbündnis Biostadt Hamburg

Das „Verbraucher*innenbündnis Biostadt Hamburg“ ist ein Zusammenschluss aus 14 Hamburger Organisationen, die sich dafür einsetzen, die „Biostadt Hamburg“-Initiative umfassend weiterzuentwickeln. Dafür schlägt das Bündnis fünf Schritte vor, die gleichzeitig angegangen werden sollen:

Schritt 1: verbindliche Anteile für Bio-Lebensmittel in der Essensverpflegung aller öffentlichen Einrichtungen festlegen und schrittweise erhöhen: 10 % Bio-Lebensmittel ab sofort, 30 % bis Ende 2021, 50 % bis 2024 und mindestens 90 % bis 2026.

Schritt 2: in der öffentlichen Beschaffung vermehrt auf Regionales setzen. Dafür muss die Stadt Nachhaltigkeitskriterien bei Ausschreibungen festlegen. Ein Fokus sollte auf Bio-Produkten aus der Metropolregion Hamburg liegen. Darüber hinaus ist wichtig: kein Einsatz von Futtermitteln aus Übersee, Garantie von menschenwürdigen Arbeitsbedingungen bei Erzeugung und Verarbeitung, und auch konventionelle Produkte sollten vorwiegend aus der Region kommen.

Schritt 3: öffentliche Einrichtungen durch Bildung und Beratung zu Bio unterstützen, insbesondere öffentliche Unternehmen, Köch*innen sowie diejenigen, die für die Verpflegung sowie für Ausschreibungen in öffentlichen Einrichtungen verantwortlich sind.

Schritt 4: Tischgäste in öffentlichen Einrichtungen über die Umstellung auf Bio informieren. Dadurch kann die Stadt eine wichtige Vorbildfunktion wahrnehmen.

Schritt 5: geeignete Strukturen für erfolgreiche Umsetzung der gesamten Initiative schaffen. Es ist wünschenswert, dass die Stadt Hamburg die Verknüpfung des Know-Hows verschiedener Akteur*innen ermöglicht. Öffentliche Mittel sollten an ein breiteres Spektrum vergeben werden, ein behördenübergreifender  Arbeitskreis geschaffen werden und die Federführung an die Umweltbehörde übergeben werden.

Weitere Infos zu den Vorschlägen des Verbraucher*innenbündnisses finden Sie hier.

Hintergrund

2016 hat sich Hamburg dem Biostädte-Netzwerk angeschlossen. Ziel des Netzwerkes ist es, die Bio-Agrarwirtschaft zu stärken, regionale Wirtschaftskreisläufe zu fördern und die Voraussetzungen für ein vergrößertes Angebot von Bioprodukten in öffentlichen Einrichtungen zu schaffen. Die bisher gesetzten Ziele und Maßnahmen sind aber noch zu unkonkret. Außerdem ist nicht klar, bis wann sie erreicht werden sollen. Um wie geplant bis 2030 die CO2-Emissionen um 55 Prozent und bis 2050 um mindestens 80 Prozent zu senken, muss die Stadt Hamburg daher deutlich mehr Hebel in Bewegung setzen.

Zum Verbraucher*innen-Bündnis Biostadt Hamburg gehören:

Agrar Koordination, Alternation (Projekt Minitopia), BUND Landesverband Hamburg, Ernährungsrat Hamburg, Fair Trade Stadt Hamburg, Gemeinwohlökonomie Hamburg, Greenpeace Hamburg, Initiative Gentechnikfreie Metropolregion Hamburg, Mobile Bildung, Ökomarkt Verbraucher- und Agrarberatung, Slow Food Hamburg, SoLaWi Vierlande, Umwelthaus Schüberg und der Zukunftsrat Hamburg.


 

 

Termine

Di 16.06.2020

Agrarökologie in Brasilien: Familien kämpfen für ein Leben ohne Agrar-Gifte

Dienstag, 16. Juni um 19 Uhr-20.30 Uhr Ort: Webkonferenz BigBlueButton

Sa 20.06.2020

Biopoli-Seminar am Samstag, 20.6.20 in Hamburg (neuer Termin!)

"Handwerkszeug für Zukunftshandeln" – Die Idee des Hand Prints im Kontext Nachhaltige Landwirtschaft mit Marie...

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