Gute Recherche und faktenreiche Hintergründe

von Kerstin Lanje-Grausdies

Hamburg 1993: Während einer Studie über entwicklungspolitische Bildungsarbeit stehe ich irgendwann vor einem kleinen Regal mit lauter Heften zu Handel, Landwirtschaft und internationalen Zusammenhängen anhand von Produktbeispielen. Ich bin begeistert, tauche ein in eine fremde Welt und denke „da möchte ich arbeiten“, was auch klappt. Ich schreibe Anträge, konzipiere Seminare, halte Vorträge, recherchiere und schreibe zu Soja oder mache Pressearbeit auf einer Konferenz in Leipzig und spreche mit Vandana Shiva. Ich darf nach Bern zu einem Treffen über Biodiversität, zur Weltfrauenkonferenz nach Peking, zur NGO-Konferenz nach Genf anlässlich einer WTO-Ministerkonferenz. Ich bin auf Vernetzungstreffen in Bonn, Köln und Brüssel, lerne viele Menschen aus anderen Ländern kennen. Ich verstehe Zusammenhänge und bin oft fasziniert und inspiriert. Es ist die Zeit des Aufbruchs und des Gefühls, politisch etwas erreichen zu können. 

Mein ganzes Berufsleben habe ich weiter zu den Agrarhandelsthemen gearbeitet, oft in Kooperation mit den Agros - der G20 Gegengipfel in Hamburg und eine Speakerstour zu Landgrabbing waren die letzten gemeinsamen Aktivitäten. Ich habe die Zeit bei den Agros als sehr kreativ und vielseitig in Erinnerung, als gute Zusammenarbeit zwischen den NGOs und im Büro: Gute Recherchen, faktenreiche Hintergründe und dabei lebendige Geschichten, die in klare politische Forderungen münden. Weitere Zauberworte sind sicher Vernetzung, Sichtbarmachen der Nord-Süd Beziehung und der Verantwortung des Nordens - und eine gehörige Portion Spaß bei der Arbeit. In diesem Sinne: Alles Gute zum Geburtstag!!! 

Das Thema Sojaanbau steht auch im Mittelpunkt unseres Projektes zu Agrarökologie

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