Nachhaltige Ernährung

Beim Essen kommt es auf den guten Geschmack an. Aber nicht nur. Denn die Entscheidung darüber, was wir essen und wie unser Essen hergestellt wird, hat vielfältige Auswirkungen – auf unsere Gesundheit, auf die Umwelt, auf die Art und Weise, wie Tiere gehalten werden und unter welchen Bedingungen Menschen in der Landwirtschaft arbeiten. Auch die Frage, wie viele Menschen auf dieser Welt ernährt werden können, hängt von den Ernährungsgewohnheiten der Menschen ab.

Wer sich nachhaltig ernähren will, achtet bei der Auswahl der Lebensmittel soweit möglich auf Umwelt- und Klimaschutz, Gesundheit, Tierwohl und auf gute soziale und wirtschaftliche Bedingungen der Menschen, die die Lebensmittel hergestellt haben. Zu schwierig, so viel auf einmal zu berücksichtigen?

Folgende Faustregeln für eine nachhaltige Ernährung können helfen:

Tierische Produkte in Maßen: Bei der Produktion von Fleisch, Butter, Käse & Co. werden im Vergleich zu pflanzlichen Lebensmitteln besonders viele Treibhausgase verursacht. Die Massentierhaltung verursacht zudem Tierleid sowie Überdüngung, die auch die Luft und Gewässer verschmutzen. Daher gilt: Je weniger tierische Produkte auf dem Teller landen, desto besser für Klima und Umwelt.

Auch Fisch muss nicht unbedingt einmal die Woche sein. Denn viele Fischarten sind stark überfischt und teilweise vom Aussterben bedroht. Europäische Flotten fischen sogar die afrikanischen Küsten leer, um Fisch für die Europäer bereitzustellen. Daher gilt: 1-2 mal im Monat Fisch genießen und dabei auf Nachhaltigkeitssiegel und die Empfehlungen von Umweltverbänden achten. Damit weltweit der Fischkonsum langfristig möglich bleibt!

Das bedeutet nicht, dass auf Genuss beim Essen verzichtet werden muss. Denn es gibt viele leckere vegetarische und vegane Gerichte...

Regional und saisonal: Regionale Lebensmittel der Saison haben den Vorteil, dass lange Transportwege, lange Lagerzeiten in Kühlhäusern und der Anbau in beheizten Gewächshäusern vermieden werden. Dadurch können der Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen gering gehalten werden. Natürlich gilt auch: Besser zu Fuß oder mit dem Rad einkaufen als mit dem Auto, sonst ist die gute Klimabilanz der regionalen Lebensmittel schnell zunichte gemacht.

Bio ist besser: Die biologische Landwirtschaft ist in verschiedener Hinsicht besser für die Gesundheit und umweltfreundlicher als die konventionelle Landwirtschaft. Denn Bio-Bauern verzichten auf umwelt- und gesundheitsschädliche chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel. Und bei der Bio-Tierhaltung wird verzichtet auf den vorbeugenden Einsatz von Antibiotika sowie auf gentechnisch veränderte Futtermittel. Bio ist daher seinen Preis wert!

Müll vermeiden: Weltweit werden rund ein Drittel der erzeugten Lebensmittel weggeworfen. Allein in Deutschland sind es 18 Millionen Tonnen pro Jahr. Jedes weggeworfene Lebensmittel hat für den Anbau, die Verarbeitung, Lagerung und den Transport Energie, Wasser, Bodenfläche, Dünge- und Pflanzenschutzmittel beansprucht. Es werden wertvolle Ressourcen unnötig verbraucht und große Mengen Treibhausgase ausgestoßen. Abfälle im Alltag zu vermeiden, ist also ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Dazu gehört eine gute Planung beim Einkauf, die Vermeidung von Verpackungsmüll und die Verwertung vom Resten, wenn mal etwas übrig geblieben ist.

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Projekte:

Gutes Essen macht Schule

Biopoli

Publikationen:

Nachhaltige Kita- und Schulverpflegung - wie geht das?

Arbeitsheft "Biologische und konventionelle Landwirtschaft im Vergleich"

Arbeitsheft "Verantwortungsvoller Konsum"

Arbeitsheft "Verpackung und Müllvermeidung"

Arbeitsheft "Nahrungsmittelproduktion und -verschwendung"

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