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EU-Agrarpolitik

Was, wie, wo und von wen angebaut wird und damit auch was wir alle essen, wird maßgeblich durch die europäische Agrarpolitik bestimmt.

Die EU Agrarpolitik setzt auf Wachstum und Export. Deutschland war 2015 Exportweltmeister bei Schweinefleisch. Die hohen Mengen an Eiweißfutter für die Schweine, in Form von Soja, stammen dabei überwiegend aus Brasilien oder Argentinien. Der Anbau von oftmals gentechnisch veränderter Soja in Monokultur geht einher mit einem enormen Einsatz von Pestiziden.

Der Druck auf kleinere, familiäre landwirtschaftliche Betriebe und Kleinbauern weltweit wächst. Die Erzeugerpreise sinken und immer mehr Landwirte müssen aufgeben.

Der größte Haushaltsposten der EU ist der für agrarpolitische Maßnahmen. Heute gehen 20% der EU Direktzahlungen an nur 1% der Betriebe.

Diese Agrarpolitik hat auch Auswirkungen auf die Länder des globalen Südens. Westafrikanische Kleinbäuerinnen und Kleinbauern konkurrieren beispielsweise mit den billigeren Milchpulverimporten aus Europa und verlieren oftmals ihre Lebensgrundlage.

Internationale Handelsabkommen und bilaterale Abkommen wie EPAs (Economic Partnership Agreements), die derzeit von der EU mit einigen afrikanischen Ländern vorangetrieben werden, wirken sich oft nachteilig auf kleinbäuerliche Strukturen aus, da sie zum Beispiel eine Verschärfung der Saatgutgesetzgebung in den Ländern fordern und damit der freie Zugang zu Saatgut gefährdet ist.

Was bringt die neue Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)?

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU wird aktuell für die Zeit nach 2020 neu verhandelt. Zeit sich einzumischen und eine neue Ausrichtung der europäischen Agrarpolitik zu fordern. Die Agrar Koordination fordert mehr Umweltschutz in der Agrarpolitik. Die intensive Landwirtschaft ist Artenkiller Nummer 1. Der hohe Einsatz von Pestiziden und Düngemittel vergiftet unsere Böden, verunreinigt das Grundwasser und wirkt sich negativ auf die biologische Vielfalt und unsere Gesundheit aus.

Wir brauchen eine Neuausrichtung des landwirtschaftlichen Modells, das auch die negativen Wirkungen der Exportorientierung unserer Produkte auf die Entwicklungsländer berücksichtigt.

 

Die Ergebnisse der EU Konsultation der EU zeigt die große Relevanz der Agrarpolitik für die gesamte Gesellschaft. Der weitaus größte Teil der befragten Bürgerinnen und Bürger sorgen sich um Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln sowie um den Umweltschutz.

Präsentation der Ergebnisse der EU Konsultation

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