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Gefährdung der Rechte von Bauern und Bäuerinnen auf Nachbau und Verkauf von Saatgut – Broschüre. (Kann nicht bestellt werden, Nur als Download verfügbar.)

 

UPOV und Handel

Freihandelsabkommen werden die Rechte der Bauern an ihrem Saatgut weiter einschränken

Handelsabkommen werden heute vielfach kritisiert. Die Globalisierung der Agrarmärkte ist einer der zentralen Streitpunkte. Für bäuerliche Betriebe in Europa entsteht ein zunehmender Druck noch preisgünstiger zu produzieren, weil die importierte Milch oder das importierte Fleisch noch billiger sein werden, als in Europa produziert wird. So werden die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe vom Markt gedrängt. In den so genannten Entwicklungsländern versucht die Agrarindustrie ihre Produkte durch Handelsabkommen und eingeschlossenen Vorgaben für gesetzliche Regelungen zu geistigen Eigentumsrechte oder Hygiene in den Markt zu bekommen. Beim Thema Saatgut zeigt sich dies sehr deutlich. Noch immer werden 80% des Saatguts in Entwicklungsländern von den Bauern und Bäuerinnen selbst erzeugt. Dieser so genannte Nachbau ist der Saatgutindustrie ein Dorn im Auge; ist aber ein uraltes Recht und Praxis, die erhalten bleiben muss ohne die Bauern und Bäuerinnen zu kriminalisieren. Die Bedeutung des Saatgutes und der Vielfalt für eine agrarökologische Praxis ist umfassend. Ohne den Zugang zu frei verfügbaren Sorten ist eine vielfältige Landwirtschaft nicht möglich und damit keine Agrarökologie! Die Agrar Koordination arbeitet seit vielen Jahren zum Thema Saatgut, bäuerliche Rechte und Erhaltung genetischer Vielfalt, insbesondere in entwicklungspolitischen Zusammenhängen. Der Einfluss einer Organisation wie UPOV, die die Interessen der Saatgutanbieter vertritt, ist kaum bekannt und der Zusammenhang zwischen Handelsabkommen und dem, was auf dem Saatgutsektor geschieht auch nicht. Das vorliegende Diskussionspapier leistet einen guten Beitrag zu einer kritischen Diskussion. Deshalb haben wir uns entschieden es auf Deutsch zu übersetzen. Wir danken Both ENDS für die gute Zusammenarbeit und dem Forum Umwelt und Entwicklung für die Unterstützung für diese Aufgabe.

Auflage Oktober 2018

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