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Argumente gegen die Verwendung von Glyphosat und anderen Herbiziden. Für eine grundlegende Umstellung des Pestizid-Zulassungssystems und der Unkrautkontrolle.

Glyphosat ist das weltweit am meisten verwendete Herbizid. Die Ausbringungsmengen sind in den letzten Jahren massiv gestiegen und werden durch die umstrittene Gentechnik zusätzlich forciert. Diese Publikation beschreibt Mängel der Bewertung, Zulassung, Anwendung und Überwachung des Herbizids Glyphosat und glyphosathaltiger Produkte im Kontext des vorherrschenden Systems der Unkrautkontrolle in der konventionellen Landwirtschaft. Die Publikation greift Glyphosat heraus, da der Herbizidwirkstoff aufgrund seiner Verbreitung als bedeutsamster Stellvertreter der chemischen Unkrautbekämpfung anzusehen ist. Die Publikation begründet, warum die Glyphosat-Verwendung unsere Lebensgrundlagen gefährdet und erklärt warum Glyphosat innerhalb des Systems der chemischen Unkrautkontrolle derzeit nicht substituierbar ist. Zudem werden Zweifel an der von deutschen Behörden angenommenen gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Glyphosat geäußert und Hinweise auf humantoxische Wirkungen von Glyphosat und glyphosathaltigen Pestiziden gegeben. Aus Sicht der Herausgeber gibt es genug wissenschaftliche Hinweise, die ein auf dem Vorsorgeprinzip basierendes Verbot von Glyphosat notwendig machen.

Es wird zudem verdeutlicht, warum die Diskussion um Glyphosat in eine Diskussion zum chemischen Pflanzenschutz insgesamt eingebettet werden muss. Am Beispiel von Glyphosat wird in Frage gestellt, ob das aktuelle System der staatlichen Prüfung, Zulassung und Überwachung von Pestiziden zur Beschränkung unerwünschter Nebenwirkungen überhaupt in der Lage ist, eine chemische Unkrautbekämpfung zu gewährleisten, die nicht den Schutz der Biodiversität gefährdet und unnötig gesundheitliche Gefahren und Risiken akzeptiert. Die Autoren erläutern, dass grundlegende Reformen des Pestizidzulassungssystems sowie der Agrarpolitik notwendig sind, um Menschen, Tiere und Umwelt angemessen vor Pestiziden zu schützen und den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft einzudämmen. Andere politische Anreize müssen gesetzt werden, um wirklich nachhaltige Formen der Landwirtschaft stärker zu fördern und dafür zu sorgen, dass auch zukünftigen Generationen nicht die schon jetzt stark geschädigten Lebensgrundlagen weiter entzogen werden.

Auflage Dezember 2014

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