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Drei bedeutende internationale Konferenzen beschäftigen sich im Jahr 2002 mit den Themen biologische Vielfalt, Welternährung und nachhaltige Entwicklung.

Drei bedeutende internationale Konferenzen beschäftigen sich im Jahr 2002 mit den Themen biologische Vielfalt, Welternährung und nachhaltige Entwicklung. Die sechste Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt der Vereinten Nationen von Den Haag, der zweite Welternährungsgipfel „Rom+5“ der Welternährungsorganisation und der zweite Weltgipfel zur nachhaltigen Entwicklung „Rio+10“ von Johannesburg im August.

Dennoch hat außerhalb kleiner Fachkreise das Thema biologische Vielfalt gerade auch im Hinblick auf seine Bedeutung für die Welternährung und nachhaltige Entwicklung noch keine besondere Beachtung im deutschsprachigen Raum erfahren. Dabei spielen auch Welthandelsregelungen zur Landwirtschaft und geistigen Eigentum eine ganz zentrale Rolle. Nahezu unbemerkt von der bereiten Öffentlichkeit geraten seit ein paar Jahren die letzten Kulturpflanzensorten, auch Grundnahrungsmittel, mit Hilfe von Patenten auf lange Zeit in die alleinige Verfügungsmacht der großen transnationalen Agrar- und Pharmakonzerne. Perfiderweise wird hierbei auf die Jahrtausende alten Züchtungsleistungen der Kleinbauern und –bäuerinnen vor allem in den biodiversitätsreichen Ländern des Südens zurückgegriffen, die anschließend Lizenzgebühren an die Gen-Räuber im Norden zahlen sollen. Der freie Austausch von Saatgut und der Nachbau sollen so unterbunden, die genetischen Ressourcen vollends kommerzialisiert werden. Die Folgen sind absehbar: Nicht nur droht der baldige Zusammenbruch noch vorhandener, funktionierender Eigenversorgungssysteme in den „Entwickungs“ländern, sondern, die weitere Entwicklung der genetischen Vielfalt in der Landwirtschaft und damit die Ernährungssicherung weltweit sind in Gefahr.

Wozu brauchen wir die biologische Vielfalt in der Landwirtschaft: möglichst viele Kulturpflanzensorten und Nutztierrassen? Wer hat zu ihrer Entstehung beigetragen und trägt heut noch dazu bei? Welche- unentgoltene –Züchterleistung liegt in den jetzt von den Konzernen der Industrieländer genutzten genetischen Ressourcen?

Wo liegen die Ursachen für den dramatischen Verlust vieler Sorten und Rassen? Wo muss man ansetzen, wenn man die biologische Vielfalt auch künftigen Generationen erhalten will? Welche Projekte bemühen sich derzeit bereits um den Einsatz alter Landsorten und Nutztierrassen und um die Weiterentwicklung einer vielfältigen Landwirtschaft- und warum tun sie es? Diese Dossier soll einer Einführung und der Anregung weiter politischer Diskussionen zu diesem für das Überleben der Menschheit so existenziellen Thema dienen.

Auflage 2002

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