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Neue Ansätze für stressfreies Schlachten im Haltungsbetrieb

von Andrea Fink-Keßler, Hans-Jürgen Müller und Lea Trampenau

„Tiere müssen lebend in einen EU-zugelassenen Schlachthof verbracht werden.“ So verlangt es die EU-Hygieneverordnung für Lebensmittel tierischen Ursprungs. Sieht man von den Hausschlachtungen einmal ab, ist der Gesetzgeber hier recht strikt. Ausnahmen von diesem Grundsatz gab es bisher nur für Notschlachtungen und für das Schlachten von Farmwild und Bisons. Seit Ende 2011 gelten diese auch für einzelne, extensiv gehaltene Rinder. Wir berichteten darüber im Kritischen Agrarbericht 2011. Inzwischen hat sich die Rechtslage zwar deutlich konsolidiert. Doch die Idee einer mobilen Schlachtung auf dem Haltungsbetrieb beginnt auf vielen Höfen gerade erst richtig Fuß zu fassen. Nachfolgender Bericht gibt eine Übersicht über Beweggründe der Landwirte, über vielversprechende Initiativen und die aktuelle Rechtslage. Seit 2011 führen wir bundesweit Weiterbildungsseminare zum Thema „Tierschutz in der Rinderschlachtung“ durch.

Viele der teilnehmenden Landwirte suchen nach neuen Wegen, ihre Tiere so stressfrei und schonend wie möglich zu schlachten. Dies soll ohne Tiertransport und daher im Haltungsbetrieb selbst stattfinden, damit die Landwirte ihre Tiere bis zum Tod verantwortungsvoll betreuen können. Ein EIP-Projekt (Europäische Innovationspartnerschaft) in Hessen erlaubt uns seit 2017, neue Wege zu beschreiten.

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Preis : 0,80 € (brutto: 0,75 EUR, enthaltene MwSt: 0,05 EUR)

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