Suche

G20 Hamburg Solidarity-summit workshop Boden 6.7.2017

Globale Ernährungsgerechtigkeit am Beispiel Bodenpolitik und Land grabbing in Deutschland und Tansania

Globale Ernährungsgerechtigkeit am Beispiel Bodenpolitik / Land in Tansania und Deutschland

Eine globale und zukunftsfähige Ernährungsgerechtigkeit muss klima- und umweltverträglich sein, aber auch sozial gerecht und stärkend für den ländlichen Wirtschaftsraum. Das entspricht auch den nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs). Kleinteilige bäuerliche Höfe leisten einen maßgeblichen Beitrag dazu. Aber ihnen wird sowohl in Europa als auch in Entwicklungsländern buchstäblich der Boden unter den Füßen weggezogen, bzw. kommen Existenzgründer nur schwer an Land.

In Tansania betrachten wir, wie große landwirtschaftliche Investoren in Konkurrenz um Land mit den ansässigen Kleinbauern treten. Die Beispiele zeigen exemplarisch die Auswirkungen der Zusammenarbeit zwischen Agrarkonzernen und Entwicklungszusammenarbeit auf die Umwelt und Ernährungssituation der Menschen vor Ort. Durch Programme der G8 /G20 kann dies noch verstärkt werden. Frank Ademba vom Bauernnetzwerk MVIWATA aus Tansania wird dazu berichten.  In Deutschland führen die enorm steigenden Pacht- und Kaufpreise dazu, dass kleinbäuerliche Höfe und Existenzgründer Probleme haben, an Land zu kommen.

Die Bodenpolitik versagt hier gänzlich und muss überarbeitet werden. Die neuen Bundesländern spielen eine besondere Rollen, da deren Verpachtungs- und Verkaufspraxis der BVVG (Bodenverwaltungs- und Verwertungsgesellschaft) bäuerliche Betriebe eklatant benachteiligt.

Frank Ademba, MVIWATA Tansania.

Joachim Bienstein, junge Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL) Moderation: Kerstin Lanje, Misereor

6. Juli 2017 13 bis 15 Uhr in der Epiphanienkirche, Großheidestraße 44, 22303 Hamburg

Veranstalter: AbL, Agrar Koordination, Misereo, FIAN

 www.solidarity-summit.org