Biopoli Ausstellung: Schautafel 5

Die grüne Revolution

 

Als "Grüne Revolution" wird der Siegeszug einiger Sorten bezeichnet, die in den 50er und 60er Jahren bei Reis, Weizen und Mais die Erträge dramatisch steigerten. Ihr einseitig auf Ertragssteigerung ausgerichteter Erfolg ging von der Annahme aus, dass ein großes Angebot an Nahrung den Hunger beseitigen würde. Diese Schlussfolgerung war falsch und nahm nicht Rücksicht auf die Bedürfnisse und Anbaubedingungen von Millionen KleinbäuerInnen. Der Einsatz dieser sogenannten Hochertrags- oder besser Hochinputsorten, führte zu

  • dem Verlust 10.000der lokaler Landsorten, die über Jahrhunderte von Bauern und Bäuerinnen entwickelt worden waren;
  • zunehmender Verschuldung von Kleinbauern, die zum Kauf von Saatgut, Düngern und Pestiziden Kredite aufnehmen mussten und in der Folge zu Landflucht und Landlosigkeit;
  • der totalen Abhängigkeit der NahrungsproduzentInnen von transnationalen Unternehmen, die das Saatgut, den Dünger, die Pestizide und die Kredite lieferten und häufig auch die Ernte kauften. Dies gilt für Süd und Nord gleichermaßen;
  • tödlichen Unfällen und Erkrankungen durch den Gebrauch von Pestiziden;
  • einer Verschlechterung der Bodenqualität, zu Bodenerosion und Versalzung durch den Einsatz chemischer Dünger und Bewässerung.

 

Der "Erfolg" der Grünen Revolution und die Zerstörung natürlicher Lebensräume werden als die Hauptursachen für den Verlust der Arten- und Sortenvielfalt betrachtet.

 

10.000de lokale Landsorten gingen im Zuge der "Grünen Revolution" durch Verdrängung mit Hochleistungssorten verloren.

 

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