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Land und Wirtschaft – wer erntet? Portraits aus Tansania und Deutschland

Die Ausstellung „Land und Wirtschaft – wer erntet?“ geht der Frage nach, ob mit der jetzigen EU Agrarpolitik und der Ausrichtung der deutschen und internationalen Zusammenarbeit wirklich eine bäuerliche und zukunftsfähige Landwirtschaft gestärkt wird.

Bäuerinnen und Bauern aus Deutschland und Tansania berichten in der Ausstellung über ihre Arbeit und deren Bedingungen. Die Reform der Europäischen Agrarpolitik wird in den kommenden Jahren entschieden und damit auch die Ausrichtung der Agrarzahlungen und die der Marktpolitik. In der internationalen Handelspolitik werden ebenfalls die Weichen für die Zukunft gestellt. Die Einsicht in der Gesellschaft wächst, dass mehr für Klimaschutz, artgerechte Tierhaltung und Erhalt der Vielfalt getan werden muss. Es gibt jedoch wenige Anreize von der Europäischen Agrarpolitik, eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern. Stattdessen wird durch die EU-Agrarzahlungen immer noch das agrarindustrielle Modell mit Monokulturen, die intensiver Tierhaltung und die Einbringung des Totalherbizids Glyphosat mit seinen Wirkungen unterstützt.

Ähnlich sieht es in internationalen Entwicklungspartnerschaften wie dem Wachstumskorridor in Tansania aus: Auch in Tansania wird dem agrarindustriellen Modell der Vorrang eingeräumt. Unter der dem Zusammenschluss der G7 Staaten und einer Reihe von agrar- und ernährungsindustriellen Unternehmen (u.a. Yara, Unilever und Bayer) hat die Neue Allianz für Ernährungssicherung im Jahr 2012 beschlossen in verschiedenen Ländern Afrikas große landwirtschaftliche Investitionen zu fördern. In Tansania hat unsere Befragung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern vor Ort ergeben, dass die Förderung von großen landwirtschaftlichen Investitionen Gefahr läuft, Landkonflikte zu verschärfen. Bäuerinnen und Bauern verlieren das, was sie am nötigsten brauchen: Ihr Land.

Die Ausstellung kann ausgeliehen werden!

In Ausstellungsräumen wird eine Wandfläche von mindestens 20 Metern benötigt. Die Tafeln können an Wänden mit Aufhängungsschienen oder Stelltafeln befestigt werden. Fäden und Haken liefern wir mit. Die Ausstellung kann tageweise gebucht werden, es empfiehlt sich aber, sie mindestens für eine Woche aufzubauen. Die maximale Ausleihdauer beträgt 4 Wochen (inklusive Auf- und Abbau). Die Ausleihe selbst ist kostenlos, es müssen lediglich die Kosten für den Transport der Ausstellung übernommen werden.

Folgende Materialien werden mit der Ausleihe der Ausstellung zur Verfügung gestellt (Schutzgebühr, 5,00 €):

  • Plakate zur Bewerbung der Ausstellung, auch als pdf-Vorlage
  • Flyer mit Hintergrundinformationen zum Auslegen während der Ausstellung
  • Einige O-Töne können in Form einer Filmdatei parallel gezeigt werden
  • 1 Vorlage für Pressemitteilungen als doc.-Datei – für die lokale Presse
  • Auf Wunsch kann auch der Ausstellungskataloge mit umfangreichen Hintergrundinformationen verschickt werden.

Kombi Bildungsveranstaltung und Ausstellung

Im Zusammenhang mit unserer Ausstellung haben Sie auch die Möglichkeit eine Bildungsveranstaltung für Ihre Schule, Hochschule, Jugendgruppe oder für die Erwachsenenbildung zu buchen. Dazu vermitteln wir Ihnen gern Referent*innen der Agrar Koordination, die - mit oder ohne Ausstellung - zu dem Thema gemeinsam mit ihrer Gruppe arbeiten. Hier wird es nicht nur um die EU-Agrarpolitik und den Wachstumskorridor in Tansania gehen, sondern auch um den ökologischen Fußabdruck der Landwirtschaft in Nord und Süd sowie um Projekte, die für Mensch und Umwelt zukunftsfähig sind. Die Veranstaltungen können als 90-minütige oder dreistündige, interaktive Bildungsveranstaltung gebucht werden. Der Eigenanteil der Schulen/Veranstalter beträgt bei 90 Minuten 40 €, bei 3 Zeitstunden 60 €.

Für die Bildungsveranstaltungen können Sie sich hier anmelden.

Termine

Di 16.06.2020

Agrarökologie in Brasilien: Familien kämpfen für ein Leben ohne Agrar-Gifte

Dienstag, 16. Juni um 19 Uhr-20.30 Uhr Ort: Webkonferenz BigBlueButton

Sa 20.06.2020

Biopoli-Seminar am Samstag, 20.6.20 in Hamburg (neuer Termin!)

"Handwerkszeug für Zukunftshandeln" – Die Idee des Hand Prints im Kontext Nachhaltige Landwirtschaft mit Marie...

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