• Projekt

    Gutes Essen macht Schule

Unsere Auszeichnung für Lebensmittelretter an Schulen

Bildungs- und Beratungsarbeit zum Thema „Vermeidung von Lebensmittelabfällen“ ist ein Schwerpunktthema des Projektes „Gutes Essen macht Schule“. Eine Vielzahl von Bildungs- und Beratungseinsätzen wurde an verschiedenen Standorten umgesetzt. Daraus haben sich teilweise sehr engagierte Initiativen entwickelt. An drei dieser Initiativen haben wir unsere „Lebensmittelretter“-Auszeichnung verliehen. Wir stellen sie kurz vor:

Aegidii-Ludgeri-Schule, Münster

Die Aegidii-Ludgeri-Schule ist eine Grundschule mit 128 Schüler*innen, von denen ca. 100 am Mittagessen teilnehmen. Im Rahmen des Projektes „Gutes Essen macht Schule“ hat unsere Referentin Antonia Blumenthal in jeder Klasse der Schule eine Unterrichtseinheit zum Thema „Ich werde Lebensmittelretter“ durchgeführt und damit für die Folgen von Abfällen sowie Vermeidungsmöglichkeiten sensibilisiert. Auch ein Elternabend wurde zu diesem Thema durchgeführt. Außerdem fand ein Beratungsgespräch mit der Mensa-AG und dem Caterer statt – dabei wurde deutlich, dass in dieser Schule schon viel passiert, um Abfälle zu vermeiden. So werden die Abfälle kontinuierlich beobachtet und Feedback der Schüler*innen eingeholt, so dass die produzierten Mengen und Gerichte daran entsprechend angepasst werden

Wilhelm-Hittorf-Gymnasium, Münster

Am Wilhelm-Hittorf-Gymnasium beschäftigten sich Schüler*innen der 8. Klasse mehrere Wochen mit dem Thema „Gesunde Ernährung“. In diesem Rahmen bearbeiteten sie auch – zusammen mit unserer Referentin Antonia Blumenthal und mit der Lehrerin Frau Riethmüller – das Thema Lebensmittelreste in der Mensa. Die Schüler*innen gestalteten eine Ausstellung zum Thema „Gesunde Ernährung“, die eine Woche lang in der Mensa anzusehen war. Im Rahmen der Ausstellung fand auch die Aktionswoche „Werde Lebensmittelretter“ statt. In der Mensa haben die Schüler*innen die Tellerreste in transparenten Eimern gesammelt und anschließend gewogen. Die Gesamtmenge der Tellerreste wurde täglich auf einem öffentlich ausgehängten Plakat („Abfallbarometer“) veröffentlicht. Auch die Produktionsmengen und Ausgabereste in der Küche wurden jeden Tag notiert. Auf Plakaten konnten alle Schüler*innen der Schule Gründe notieren, warum sie ihre Teller nicht leer gegessen hatten. In Folge der Messungen wurden die Abfälle durch unsere Referentin Antonia Blumenthal mit dem Programm „Küchenmonitor“ analysiert und Empfehlungen für eine Abfallreduzierung erarbeitet. So wurden zum Beispiel Gerichte und Komponenten identifiziert, die besonders unbeliebt sind bzw. bei denen viel übrig bleibt. Der Caterer wurde gebeten, die zubereiteten Gerichte entsprechend anzupassen. Eine Kontrollmessung steht noch aus, um zu sehen, welche Auswirkungen die erarbeiteten Maßnahmen auf die Abfälle hatten.

Fröbelschule, Heidelberg

Die Fröbelschule ist eine öffentliche Grundschule mit knapp 300 Schüler*innen, von denen ca. 140 am Mittagstisch teilnehmen. Die Fröbelschule setzt sich bereits seit 2017 für eine nachhaltige Ernährung ein. So wurde z.B. entschieden, die Fleischgerichte beim Mittagstisch auf zwei pro Woche zu begrenzen. In der Folge stiegen die Abfälle, weil die Schüler*innen die zunehmend angebotenen Salate und neue vegetarische Gericht nicht gut annahmen. Hier setzte das Projekt „Gutes Essen macht Schule“ an: Um die Schüler*innen für vegetarische Gerichte zu begeistern und dadurch den zunehmenden Abfällen in der Schulverpflegung entgegenzuwirken, bot unsere Referentin Maike Nestle ein Kochprojekt an. Nach und nach nahmen rund 200 Schüler*innen daran teil und kochten gruppenweise ihr eigenes Mittagessen: vegetarisch und überwiegend saisonal & regional. . Die gemeinsam zubereiteten und verspeisten Gerichte wurden anschließend durch die Schüler*innen bewertet. Besonders beliebte Rezepte wurden an den Caterer der Schule weitergegeben. Alle Rezepte wurden interessierten Kindern und Eltern zur Verfügung gestellt. Außerdem wurden die Kinder regelmäßig zum Geschmack des Schulmittagessens gefragt und entsprechende Rückmeldungen an den Caterer gegeben. Ganz unbeliebte Gerichte wurden vom Speiseplan gestrichen. Der Caterer konnte auch davon überzeugt werden, täglich zwei verschiedene Menüs an die Schule zu liefern, so dass jede*r leichter etwas für seinen Geschmack findet. Die für den Mittagstisch verantwortliche Mitarbeiterin begutachtet täglich die Restemengen und konnte feststellen, dass die Abfälle im Vergleich zum Zeitraum vor 1-2 Jahren gesunken sind.

 

 

Ansprechpartnerinnen

Julia Sievers

Mail

Tel: 040 / 600 617 26

Regina Schrader

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Tel: 040-39 25 26 

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