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Projekt zur Förderung nachhaltiger Kita- und Schulverpflegung

Essen ist keine Nebensache. Denn die Entscheidung darüber, was wir essen, hat viele Auswirkungen - auf unsere langfristige Gesundheit, auf die Umwelt und das Klima, auf den Hunger in der Welt und die Frage, in welchem Zustand wir die Erde unseren Enkel- und Urenkelkindern überlassen. Ernährungsgewohnheiten entstehen früh und lassen sich im Erwachsenenalter nur schwer wieder ändern. Kitas und Schulen tragen daher eine große Verantwortung: Mit ihrer Mittagsverpflegung prägen sie die Ernährungsgewohnheiten der Kinder entscheidend mit. Kitas und Schulen können ein Ort sein, an dem Bildung zu aktuellen Themen wie Umweltschutz, Klimawandel, Gesundheit, Ressourcenkonflikten und globaler Gerechtigkeit nicht nur im Unterricht stattfindet, sondern in die Praxis umgesetzt wird: beim Mittagessen. Wir unterstützen Sie dabei. Damit gutes Essen Schule macht - auch an Ihrer Schule und in Ihrem Kindergarten.

 

Wirklich gutes Essen bedeutet für uns:

 

Besser weniger Fleisch

Die Deutschen essen durchschnittlich doppelt so viel Fleisch wie von Ernährungsexperten empfohlen. Ein zu hoher Fleischkonsum hat viele negative Folgen - für die Gesundheit, die Umwelt, das Klima, die globale Ernährungssituation und den Tierschutz. In vielen Kindergärten und Schulen kommt täglich Fleisch auf den Teller. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Schulen und Kitas, maximal zwei Mal pro Woche Fleisch anzubieten. Langjährige Erfahrungen zeigen: Die richtige Herangehensweise ist entscheidend, um die notwendige Unterstützung für die Umstellung auf ein nachhaltiges und gesundes Fleischangebot zu bekommen.

 

Besser weniger Abfälle

Etwa ein Drittel der produzierten Lebensmittel - in Deutschland etwa 18 Millionen Tonnen - wird weggeworfen. Für die Produktion dieser weggeworfenen Lebensmittel werden wertvolle Ressourcen verschwendet, unnötig viel Energie verbraucht und Treibhausgase ausgestoßen. Auch an Kitas und Schulen werden große Mengen Lebensmittel weggeworfen - die Ursachen sind vielfältig und variieren von Einrichtung zu Einrichtung. Die gute Nachricht: Eine Reduzierung von Lebensmittelabfällen an Ihrer Schule/Ihrer Kita ist möglich - mit dem notwendigen Wissen und der Motivation, Kosten und Ressourcen zu sparen.

 

Besser Bio

Immer mehr Kitas und Schulen stellen auf Bio-Verpflegung um. Dafür gibt es gute Gründe:

Die biologische Landwirtschaft ist umweltfreundlicher als die konventionelle Landwirtschaft. Denn Öko-Bauern verzichten auf umweltschädliche chemische Pestizide und auch bei der Düngung wird mehr auf Umweltschutz geachtet.

Die biologische Landwirtschaft produziert gesündere Lebensmittel: Sie verursacht keine gesundheitsgefährdenden Pestizidrückstände und verzichtet auf den massenhaften Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung sowie auf gentechnisch veränderte Futtermittel. Biologisch produzierte Lebensmittel enthalten höhere Anteile gesundheitsförderlicher Antioxidantien und eine geringere Belastung mit gesundheitsgefährdenden Stoffen wie Cadmium.

Eine Umstellung auf Bio muss nicht unbedingt teuer sein - es kommt auf die Menüplanung an. So kann eine Reduzierung des Fleischangebots und der Lebensmittelabfälle und eine bewusste Auswahl saisonaler Zutaten zur Kosteneinsparung beitragen.

 

Besser Regional & Fair

Regional produzierte Lebensmittel haben den entscheidenden Vorteil, dass sie nur kurze Transportwege hinter sich haben, bevor sie auf unserem Teller landen. Das spart Energie und Treibhausgase. Auch Schulen und Kindergärten können einen Großteil ihrer Lebensmittel aus der Region beziehen.

Nicht alle Lebensmittel gibt es aus der eigenen Region. Manche Lebensmittel, auf die viele von uns nicht verzichten möchten, kommen sogar von weit her: aus Afrika, Asien oder Lateinamerika. Dort sind die Arbeitsbedingungen und Löhne in der Landwirtschaft häufig katastrophal. Es geht aber auch anders. Fair gehandelte Produkte können auch in der Kita- und Schulverpflegung eingesetzt werden.

 

Unser Angebot

Wir unterstützen Sie dabei, an Ihrer Schule/Ihrer Kita die entscheidenden Schritte in Richtung einer nachhaltigeren Verpflegung zu gehen. Gerne begleiten wir Sie in einem mehrstufigen Prozess, in dem alle wichtigen Akteure mit einbezogen werden: Leitung und Träger der Einrichtung, Erzieher/innen bzw. Lehrer/innen, Kinder und Eltern und natürlich das Küchenpersonal bzw. der Caterer.

Der erste wichtige Schritt dabei ist Bewusstseinsbildung, Überzeugungs- und Motivationsarbeit. Denn eine nachhaltige Kita- und Schulverpflegung kann nur gelingen, wenn es an Ihrer Schule und Ihrer Kita genug Akteure gibt, die davon überzeugt sind und sich aktiv dafür einsetzen möchten. Wir bieten dafür Informationsveranstaltungen, Workshops und Projekttage.

Individuelle Situationsanalyse und Beratung: Wir bieten eine individuelle Situationsanalyse an Ihrer Einrichtung - zum Beispiel zu den speziellen Ursachen für Lebensmittelabfälle. Dadurch können wir Sie in einer individuellen Beratung dabei unterstützen, angepasste Lösungen für eine nachhaltigere Verpflegung zu entwickeln.

Vernetzung: Wir vernetzen mit regionalen Lieferanten für Bioprodukte und fair gehandelte Produkte und wir vermitteln bei Interesse den Kontakt zu weiteren Akteuren zwecks Erfahrungsaustausch und Beratung.

Gerne kommen unsere ReferentInnen bundesweit in Ihre Kommune, an Ihre Schule oder Ihren Kindergarten. Kontaktieren Sie uns bei Interesse an weiteren Informationen!

In Kürze stellen wir weitere Informationen auf dieser Website bereit.

Projektkoordination: Julia Sievers

Kontakt: julia.sievers(at)agrarkoordination.de