Abgesagt: Frühjahrstagung der KoBra - Kooperation Brasilien

Leider kann diese Veranstaltung aufgrund der Verbreitung des Corona-Virus nicht stattfinden!   (27.-29.3.2020 - Zukunftsfähige Alternativen zum industriellen Agrarmodell)

Weitere Informationen:

https://www.kooperation-brasilien.org/de/themen/fruehjahrstagung-abgesagt
https://www.kooperation-brasilien.org/de/veranstaltungen/fruehjahrstagung/2020

"Liebe Teilnehmer*innen,

aufgrund der mit der Ausbreitung des Corona-Virus verbundenen Risiken haben wir entschieden, die Frühjahrstagung dieses Jahr abzusagen.
Die Mitgliederversammlung werden wir im Laufe des Jahres nachholen, den Termin dafür geben wir noch bekannt.

Den bereits bezahlten Tagungsbeitrag erstatten wir euch zurück. Wir würden uns jedoch auch über eine Spende des Beitrages freuen, da wir unsere Arbeit trotz Corona-Virus weiterführen und Ausfallbeträge auf uns zukommen werden.

Soidarische Grüße und bleibt gesund"


Freitag, 27.3. bis Sonntag, 29.3.2020 (findet NICHT statt!)

Zum vollständigen Programm: https://www.kooperation-brasilien.org/de/veranstaltungen/fruehjahrstagung/2020/FJT2020Programmflyer.pdf

Das weit verbreitete industrielle Agrarmodell hat sich als fatal erwiesen und wird zunehmend in Frage gestellt. Die negativen Auswirkungen wie Wasserknappheit, ausgelaugte Böden, Artensterben, Landraub, Treibhausgasemissionen sind offensichtlich. Diese Probleme gefährden die Existenz (klein-)bäuerlicher Erzeuger*innen und ihre natürlichen Lebensgrundlagen hierzulande und im globalen Süden. Ebenso gefährdet wird die Anpassungsfähigkeit der Ökosysteme an die bereits spürbaren Folgen der Klimakrise.

Brasilien steht exemplarisch für die Dominanz dieses Agrarmodells, das auf der Expansion von Monokulturen (Soja, Mais Zuckerrohr), massiven Einsatz von Agrargiften, gentechnisch veränderten Pflanzen und Exportorientierung aufbaut. Der Agrarsektor ist für 71% der CO2-Emissionen des Landes verantwortlich. Für die Ausweitung des Agrobusiness werden immer neue Flächen an Regenwald und Cerrado vernichtet. Das geplante EU-Mercosur-Handelsabkommen könnte dieser Entwicklung mit der weiteren Ankurbelung brasilianischer Agrarexporte durch Zollabbau weiter Vorschub leisten.

Ein bewährtes Alternativmodell ist das Konzept der Agrarökologie, das vielfältige Lösungen für eine grundlegende Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme anbietet. In Brasilien bestehen zahlreiche soziale Bewegungen und Initiativen von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern mit langjähriger Erfahrung in der Umsetzung agrarökologischer Prinzipien. Unter der aktuellen Regierung unter Jair Bolsonaro sind ihre Errungenschaften jedoch bedroht. Fördermittel wurden gestrichen, Konflikte um Land verschärfen sich, Aktivist*innen werden bedroht und ermordet.

Auf der Fachtagung geben Aktivist*innen ihre Erfahrungen zu Alternativen weiter und suchen den Austausch mit Unterstützer*innen. Mit welchen Schwierigkeiten und Herausforderungen haben Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Brasilien zu kämpfen? Wie können zukunftsfähige Alternativen aussehen? Welche Erfahrungen mit der Umsetzung von Agrarökologie wurden gemacht? Wie kann Agrarökologie in Brasilien und in Europa gestärkt werden?

Außerdem werden wir über die aktuelle politische Situation in Brasilien berichten. Neben fachlichen Impulsen wird Raum für Diskussion, Vernetzung und Austausch geboten.

Anmeldung bis Donnerstag, den 12.3.20 unter https://pretix.eu/kobra/fjt2020/

27.03.2020

Termine

Di 16.06.2020

Agrarökologie in Brasilien: Familien kämpfen für ein Leben ohne Agrar-Gifte

Dienstag, 16. Juni um 19 Uhr-20.30 Uhr Ort: Webkonferenz BigBlueButton

Sa 20.06.2020

Biopoli-Seminar am Samstag, 20.6.20 in Hamburg (neuer Termin!)

"Handwerkszeug für Zukunftshandeln" – Die Idee des Hand Prints im Kontext Nachhaltige Landwirtschaft mit Marie...

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