Land und Wirtschaft - wer erntet?

Ausstellungseröffnung & Podiumsdiskussion

Ausstellungseröffnung & Podiumsdiskussion

15.1. 2020, 18.00h bis 20.30h in der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin

 

Land und Wirtschaft - wer erntet?

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Wird durch die Ausrichtung deutscher und internationaler Entwicklungszusammenarbeit und die derzeitige und geplante EU Agrarpolitik eine bäuerliche und zukunftsfähige Landwirtschaft gestärkt?

 

Anlässlich der Präsentation der Foto-Ausstellung „Land und Wirtschaft – wer erntet?“ veranstalten die Agrar Koordination, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL.), die Heinrich-Böll-Stiftung und FIAN Deutschland einen Abend mit Vorträgen und Podiumsdiskussion zu dem Thema der Ausstellung.

 

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit setzt seit einigen Jahren verstärkt auf öffentlich-private Partnerschaften in der Entwicklungszusammenarbeit. Welche Auswirkungen dies konkret auf die Bevölkerung insbesondere Kleinbäuerinnen und Kleinbauern einiger Länder hat, zeigt das Beispiel des tansanischen Wachstumskorridors. Hier verlieren Menschen das Land, das ihnen Jahrzehnte zum Lebensunterhalt gedient hat zugunsten von großflächigen Agrarinvestitionen. In weiteren Beispielen wird deutlich, dass auch mithilfe deutscher Entwicklungsgelder für große Agrarinvestitionen in Sambia Bäuer*innen Land verlieren werden. Wie passt dies mit der Ende 2018 verabschiedeten UN Deklaration zum Schutz der Rechte von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zusammen?

 

Aber auch hier in Deutschland wird das Geld in der Landwirtschaft nicht dort ausgegeben, wo es der Mehrheit der Betriebe und der Gesellschaft als Ganzem hilft: Nämlich für die faire Unterstützung von Landwirtschaft, die sich für mehr Qualität, mehr Klimaschutz, artgerechte Tierhaltung und Erhalt der Artenvielfalt einsetzt. Warum wird dies durch EU Agrar- und Handelspolitik nicht ausreichend umgesetzt? Es diskutieren Vertreter*innen von Nichtregierungsorganisationen zusammen mit Vertreter*innen von den zuständigen Bundesbehörden.

 

Eingangsvorträge:

  • Sandra Blessin (Agrar Koordination): Einleitende Worte zur Ausstellung und zum tansanischen Wachstumskorridor
  • Roman Herre  (FIAN) über Entwicklungsfinanzierung, Public Private Partnerchips in der Entwicklungszusammenarbeit an Beispielen in Sambia und Mozambique
  • Nora Boehm (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)
  • Berit Thomsen (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft): Was fördert die derzeitige EU Agrarpolitik und was nicht? Wo sollte es hingehen?

 

Auf dem Podium diskutieren:

Jan Wittenberg, Ackerbauer und im Bundesvorstand der AbL

Berit Thomsen, AbL.

Dr. Susanne Schlaack, BMEL

Nora Boehm, BMZ

Sandra Blessin, Agrar Koordination

Roman Herre, FIAN Deutschland

 

 

 

Moderation: Ursula Gröhn-Wittern, Agrar Koordination

 

Im Anschluss führen Berit Thomsen und Sandra Blessin durch die Ausstellung "Land und Wirtschaft - wer erntet?". Es gibt kleine Snacks und Getränke.

 

Veranstalter: Agrar Koordination, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Heinrich-Böll-Stiftung und FIAN Deutschland.

 

 

15.01.2020

Foto: Fred Dott

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