Statement der Agrar Koordination zum Globalen Klimastreik am Freitag, den 20.9.2019

Am Freitag, den 20. September 2019 werden Menschen weltweit auf die Straße gehen und mit der „Fridays For Future“-Bewegung für mehr Klimaschutz demonstrieren. Der globale Klimastreik wird in mehr als 2300 Städten Jugendliche und Erwachsene mobilisieren. Auch die Agrar Koordination aus Hamburg wird an dem Streik teilnehmen. Die NRO beobachtet den Klimawandel und Agrarpolitik im entwicklungspolitischen Kontext und informiert über den Zusammenhang von Hunger, Agrarhandel, Klimawandel und dem Einfluss der Agrarindustrie auf Umwelt- und Entwicklungspolitik. Laut IPCC Sonderbericht (Quelle:https://www.ipcc.ch/report/srccl/) waren Land- und Forstwirtschaft zwischen 2007 und 2016 für weltweit 25% der anthropogenen (d.h. vom Menschen verursachten) Klimagase verantwortlich. Für Deutschland geht man von 8-13% aus (Quelle: Thünen-Institut, Braunschweig (Quelle: .

Ursula Gröhn-Wittern, Agrarpolitische Referentin der Agrar Koordination: „Wir vermissen Maßnahmen im Bereich der Landwirtschaftspolitik. Was wir bis jetzt sehen, ist der Glaube, dass viel Geld viel nützt. Auch Technik allein wird es nicht richten, die Klimaziele und die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Unsere Regierung braucht mehr Mut, sich gegen die Lobbyinteressen der Agrarindustrie zu stellen. Die Bevölkerung ist da schon viel weiter“.

Die Forderungen der Agrar Koordination
Die Agrar Koordination fordert die Politik auf, die Agrarwende nun endlich mit verbindlichen Maßnahmen einzuläuten: „Eine glaubwürdige Klimapolitik schreit nach Weichenstellungen in der EU Agrarpolitik, aber auch der nationale Spielraum wird nicht genutzt. Für eine Agrarwende zu mehr Agrarökologie ist nun die Zeit gekommen. Die Einfuhr von Soja und Fleisch aus Südamerika und den USA sollte mit einer CO2-Steuer belegt werden. Eine heimische Produktion von qualitativ hochwertigem Fleisch auf der Grundlage hofeigenen Futters zu fördern und die Tierbestände zu reduzieren, wäre Schritte in die richtige Richtung zu Klimaschutz, Schutz der Biodiversität und Trinkwasserschutz“, so Gröhn-Wittern weiter.

Die Forderungen im Überblick:

  • Einführung einer CO2-Steuer auf die Einfuhr von Soja und Fleisch aus Südamerika und den USA
  • Förderung der heimischen Produktion von qualitativ hochwertigem Fleisch
  • Einsatz von hofeigenem Futter
  • Abkehr von der Export-Orientierung der Landwirtschaft / Reduktion der Tierbestände


Hamburg, September 2019

 

 

19.09.2019

70 000 in Hamburg. Danke!

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