Raps-Verunreinigung und ihre Folgen

Gentechnische Verunreinigung eines konventionellen Winterraps zeigt wie schwer es ist, mit gentechnischen Verunreinigungen umzugehen

Vorige Woche wurde bekannt, dass eine konventionelle Winterrapssorte mit dem in Europa nicht zugelassenen gentechnischen Bayer-Sorte „GT 73“ verunreinigt war. Auf ca. 2.150 Hektar  mussten betroffene Bäue­rin­nen und Bauern in Deutschland ihre Felder umbrechen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) erlegt den betroffenen Bauern eine Anbaupause von bis Juli 2019 oder 2020 auf. Betroffen sind 84 Betriebe in 10 Bundesländern.

Annemarie Volling von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL.) sagt zu Recht, dass dies unzureichend sei, weil Rapssaatgut bis zu 20 Jahre keimfähig im Boden überdauern könne. Das bedeutet, dass innerhalb dieser Zeit im Grunde kein Raps mehr angebaut werden darf und durchwachsende Rapspflanzen noch vor der Blüte zu entfernen sind. Die Kosten, die damit verbunden wären, sind kaum zu berechnen und dürfen nicht von den betroffenen Landwirten getragen werden, die unwissentlich verunreinigtes Saatgut ausgebracht hätten. Vielmehr müsse Bayer CropScience als der Verursacher zur Kasse gebeten werden.

Dieser große Fall von gentechnischer Verunreinigung zeigt einmal mehr, dass gentechnische Veränderungen im Freiland kaum zurückholbar sind und unüberschaubare Kosten verursachen können.

 

 

15.04.2019

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