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Zukunftsfähig essen - weniger Fleisch in der Gemeinschaftsverpflegung
Seminar 17. - 19. August 2012
Haus am...
Unser Partner bietet Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen Unterrichtsfilme und Dokumentationen für die Bildungsarbeit.

Biopoli Ausstellung: Schautafel 15
Terminator Technologie - Tote Saat
Die Terminator Technologie – auch GURTs genannt (Genetic Use Restriction Technology) ist eine Form der Gentechnik bei der Pflanzen so verändert
werden, dass die Samen aus der Ernte dieser Pflanzen nicht mehr keimen können oder ihre Keimfähigkeit herabgesetzt wird. Auf diese Weise sollen Landwirte weltweit dazu gezwungen werden, jedes Jahr aufs Neue Saatgut zu kaufen. Die Technologie befindet sich noch nicht auf dem Markt. Sie kann aber überall eingebaut werden. Für die Saatgutindustrie ist GURTs jedenfalls ein überaus lukratives Geschäft und bringt die Gefahr mit sich, dass weite Teile der Agrarpflanzen und somit der Grundlage unserer Ernährung in den Händen weniger Saatgutunternehmen liegen.
Noch werden weltweit über 80 % des eingesetzten Saatguts aus der eigenen Ernte der Bäuerinnen und Bauern gewonnen. Die Möglichkeit einen Teil der Ernte zurückzubehalten fördert nicht nur eine größere Vielfalt der Nutzpflanzen, sondern erhöht auch die Freiheit der Verbraucher zwischen vielfältigen Saatgutproduzenten zu entscheiden.
Seit wenigen Jahren argumentieren Verfechter der Terminator Technologie damit, dass diese als Maßnahme zum Schutz vor gentechnischer Verunreinigung verwendet werden könne. Tatsächlich ist Terminator kein geeignetes Mittel, um sicher vor Auskreuzung zu schützen, da eine Auskreuzung über den Pollen auch weiterhin möglich bleibt.
Außerdem versucht dieses Argument Monopolisierungsinteressen zu verdecken und der ungeliebten Technologie ein grünes Mäntelchen umzuhängen.
Gefahr erkannt, aber nicht gebannt
Mit den ersten Patenten auf Terminator Technologie gab es weltweit Proteste gegen deren Entwicklung und Freisetzung, so dass über 150 Staaten der Vereinten Nationen im Rahmen der Konvention über Biologische Vielfalt eine Empfehlung aussprachen,
GURTs-Pflanzen nicht auszusäen.
Erst im Frühjahr 2006 hat das Plenum der Bioversitätskonferenz (Vertragsstaatenkonferenz der CBD) dieses Moratorium bestätigt. Während sich u.a. also auch die EU VertreterInnen gegen die Terminator Technologie aussprechen, wird in der EU ein Projekt fast zeitgleich mit über 5 Mio. € gefördert, das ausgerechnet die Forschung und Förderung der Terminator Technologie vorantreibt.
Das „Transcontainer“-Projekt setzt sich explizit zum Ziel, die Gentechnik zu fördern. Ausgerechnet die Behörde, die in Deutschland über die Zulassung von gentechnisch veränderten Saatgut entscheidet – das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) – ist Projektpartner.
Freie Saat statt tote Ernte
Ende 2005 haben sich über 30 Organisationen und Aktionsgruppen zusammengeschlossen, um auf die Gefahr der Terminator Technologie aufmerksam zu
machen. Entstanden ist die Kampagne „Freie Saat statt tote Ernte“ (www-freie-saat.de), die sich für eine Landwirtschaft ohne Terminator Technologie, ein
allgemeines Anbauverbot und gegen die Inanspruchnahme öffentlicher Gelder zur Förderung und Erforschung dieser Technologie einsetzt.






