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Klima & Agrobiodiversität

 Projekt 2009/10

Die Produktion von Nahrung ist mit dem Klimawandel eng verbunden.

 

Die Landwirtschaft selbst trägt mit bis zu 30 % der Treibhausgasemissionen zum Klimawandel bei, insbesondere durch Landnutzungsänderungen wie das Roden von Wäldern. Die Art und Weise wie sie betrieben wird, kann die Folgen des Klimawandels mindern und helfen sich ändernden Bedingungen anzupassen. Dies ist dringend erforderlich, denn die landwirtschaftliche Erzeugung wird in weiten Teilen der Welt durch den Klimawandel negativ beeinflusst werden.

 

Besonders die Menschen in den Länder des Südens, deren Ernährungssicherheit schon jetzt gefährdet ist, werden stark betroffen sein. Dies sind in vielen Ländern bis 80 % der Landbevölkerung. Die Zuverlässigkeit von regelmäßig eintreffenden Regenfällen wird abnehmen und damit das Risiko von schlechten Ernten steigen. Der Beginn von Regenzeiten wird sich verschieben. Stürme, Hurrikans, Überschwemmungen, aber auch Waldbrände werden bezüglich ihrer Häufigkeit zunehmen. Viele Experten fordern eine fundamentale Änderung der landwirtschaftlichen Produktionsweise hin zu einem schonenderen Umgang mit Boden, Wasser und Energie, damit im Jahre 2050 neun Mrd. Menschen ernährt werden können.

Dies wird möglich sein, wenn jetzt die Weichen richtig gestellt werden. Es kommt darauf an, dass Bauern und Bäuerinnen überall in die Lage versetzt werden, unabhängig von Agrochemie- und Saatgutunternehmen eine vielfältige Produktion zu fairen Preisen vermarkten zu können.

 

Nicht Technologie-Gläubigkeit und das Setzen auf wenige gentechnisch veränderte  Sorten, sondern eine Förderung von Landwirtschaft, die auf die Vielfalt von Sorten und Rassen setzt, mindert die Gefahren des Klimawandels. Nur eine große genetische Vielfalt gewährleistet, dass auf unterschiedliche klimatische Verhältnisse reagierten werden kann. Für die Bewältigung des Hungers ist daher die Gestaltung der Landwirtschaft aber auch der Handelspolitik von entscheidender Bedeutung. Auch der täglichen Einkauf hat Einfluss auf die Art der landwirtschaftlichen Produktion weltweit und den Beitrag der Landwirtschaft beim Klima- und Ressourcenschutz. Hier kann jeder etwas tun.

 

Die  Agrar Koordination führt ein zweijähriges Projekt 2009 und 2010 zu dem Thema Klimawandel und Nutzpflanzenvielfalt durch. Innerhalb des Projektes wurden zwei Studien erstellt:

  1. Studie zu Agrarkraftstoffe
  2. Studie über Klimawandel und Agrobiodiversität 

 

Unser Projektflyer informiert über gelaufenen Aktivitäten. Projektflyer

Das Thema wird außerdem in den sechs jährlichen Ausgaben der Agrarinfos behandelt und eine Ausstellung mit 7 Bahnen informiert zum Thema Klimawandel und Landwirtschaft.Sie kann ausgeliehen werden. Am 13./14. September 2010 fand ein Internationaler Workshop zum Thema Agrobiodiversität und Klimawandel in Hamburg stattgefunden, an deren Anschluss Südgästen auf einer Vortragsreise durch deutsche Städte begleitet wurden.

 

 

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