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Internationaler Workshop "Vielfältige Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels"
13./14. September 2010 in Hamburg
Vortragsrundreise mit Gästen aus Bangladesch und den Philippienen
Klima angepasst: Wie Kleinbauern mit...
Internationaler Workshop "Vielfältige Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels"
13./14. September 2010 in Hamburg
Das Jahr 2010 ist das Jahr der Biologischen Vielfalt. Dazu gehört auch die landwirtschaftliche Vielfalt an Nutzpflanzen und Nutztierrassen, ihre genetische Variabilität und die Vielfalt der Agrarsysteme. Diese Vielfalt ist in den vergangenen Jahrzehnten in einem besorgniserregenden Maß verringert worden. Dabei stellt Agrobiodiversität ein entscheidendes Element der Ernährungssicherung dar, dass besonders im Klimawandel an Bedeutung gewinnt. Denn eine große Vielfalt erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass nicht die gesamte Ernte durch Extremwetterereignisse zerstört wird, sondern nur ein Teil. Angesichts 1,02 Milliarden hungernder Menschen weltweit sind Strategien der Anpassung an den Klimawandel in der Landwirtschaft zwingend notwendig.
Insbesondere die Förderung und Erhaltung von landwirtschaftlicher Vielfalt, aber auch andere Strategien wie die Konzentration auf lokale Produktion und lokale Vermarktung stellen in vielen Ländern des globalen Südens einen gangbaren Weg dar, mit den Herausforderungen unserer Zeit umzugehen. Einige dieser Beispiele aus dem Norden wie aus dem Süden sollen auf dem Internationalen Workshop “Vielfältige Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels“ vorgestellt werden. Zum Beispiel wird die Arbeit des Bauernnetzwerks MASIPAG auf den Philippinen vorgestellt sowie vergleichbare Projekte anderer Entwicklungsorganisationen. Hierbei soll diskutiert werden, ob sie repräsentativ und übertragbar sind und was wir von ihnen lernen können.
In den Klimaverhandlungen der UNFCCC und auch in der Neugestaltung der EU Agrarpolitik nach 2013 findet die Agrobiodiversität bisher kein Gehör. Dabei betonen sowohl der IPCC als auch die deutsche Anpassungsstrategie (DAS), dass eine nachhaltige und diversifizierte Landwirtschaft den Druck des Klimawandels abfedert.
Der Workshop soll dazu beitragen, dass Agrobiodiversität als zentrale Anpassungsstrategie im Klimawandel anerkannt wird. Eine wichtige Grundlage spielt hierbei die Umsetzung und Beachtung der „Farmers Rights“, wie sie im International Treaty on Plant Genetic Resources for Food and Agriculture (IT PGRFA) festgeschrieben wurden. Die Einbeziehung von Kleinbauern und ihrem Wissen in einer partizipativen, bäuerlichen Züchtung ist ein wichtiger Beitrag zu einer erfolgreichen Anpassung. Hierzu ist es notwendig, dass die nationale und internationale Agrarforschung stärker an den Belangen der Kleinbauern ausgerichtet wird.
Die Themen Biodiversität und Landwirtschaft sollen stärker verknüpft werden. Die Landwirtschaft und ihre Gestaltung sind für den Schutz der Biologischen Vielfalt von großer Bedeutung. Dabei sind die Übergänge zwischen Biodiversitätsschutz und Schutz der landwirtschaftlichen Vielfalt oft fließend. Der Workshop bietet die Möglichkeit des Austausches und der Vernetzung zwischen den beteiligten Verbänden aus Umwelt- und Entwicklungspolitik und gemeinsame Gestaltungsansätze zum Schutz der Agro- und Biodiversität zu erarbeiten.
Ort: Haus am Schüberg, Ammersbek in Schleswig-Holstein
Zeit: 13./14.09.2010, Beginn 13 Uhr, Ende 17 Uhr
Kontakt und Anmeldung: Mireille Hönicke, Agrar Koordination,
Tel.: 040-39 25 26 , Mireille.Hoenicke@agrarkoordination.de



