Vortragsrundreise mit Gästen aus Bangladesch und den Philippienen

 

Klima angepasst: Wie Kleinbauern mit landwirtschaftlicher Vielfalt ihre Ernährung sichern

Hamburg:

Am 16. September 2010, 19 – 21 Uhr

Im Diakonischen Werk Hamburg, Königstr. 54, 22767 Hamburg

 

Köln:

Am 21. September 2010, Beginn 19:30

Allerweltshaus, Körnerstr. 77-79, 50823 Köln

In Kooperation mit Misereor und Allerweltshaus Köln

                                                                             

Gäste:

Elizabeth Cruzada, Bauernnetzwerk MASIPAG, Philippinen

Abu Muzaffar Mahmud, Prodipan / Network on Climate Change in Bangladesh

Moderation: Mireille Hönicke, Agrar Koordination

 

Die Vorträge werden auf Englisch sein. Für Hilfe bei der Übersetzung ist gesorgt.

 

Angesichts 1,02 Milliarden hungernder Menschen weltweit sind Strategien der Anpassung an den Klimawandel in der Landwirtschaft zwingend notwendig. Das Jahr 2010 ist das Jahr der Biologischen Vielfalt. Dazu gehört auch die landwirtschaftliche Vielfalt an Nutzpflanzen und Nutztierrassen. Diese Vielfalt ist in den vergangenen Jahrzehnten in einem besorgniserregenden Maß verringert worden. Dabei stellt Agrobiodiversität ein entscheidendes Element der Ernährungssicherung dar, das besonders im Klimawandel an Bedeutung gewinnt.

Beispiele aus Entwicklungsländern zeigen, dass insbesondere die Förderung und Erhaltung von landwirtschaftlicher Vielfalt, aber auch andere Strategien wie die Konzentration auf lokale Produktion und lokale Vermarktung einen gangbaren Weg darstellen, mit den Herausforderungen unserer Zeit umzugehen. Zum Beispiel arbeiten beim Bauernnetzwerk MASIPAG auf den Philippinen Bauern und Pflanzenzüchter zusammen, um gemeinsam Reisvielfalt zu erhalten und weiter zu entwickeln. Es ist ihnen gelungen schneller und erfolgreicher als internationale Institute neue, an lokale Bedürfnisse und veränderte Klimabedingungen angepasste Reissorten zu züchten.

Wie können wir die Agrobiodiversität aktivieren und als zentrale Anpassungsstrategie im Klimawandel anerkennen und nutzen? Die Positivbeispiele aus dem Süden machen Mut, wir wollen diskutieren, ob sie repräsentativ und übertragbar sind und was wir von ihnen lernen können.

Diese Veranstaltung ist Teil einer Vortragsrundreise in Deutschland. Sie steht im Zusammenhang mit einem vorausgegangenen Internationalen Workshop zur Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel.